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Projekte

005 Unser Vorsäß
Schwarzenberg, Bregenzerwald

Der obere Geißkopf der Familie Oberhauser steht für die lange Tradition des Vorsäß in Schwarzenberg. Der fast 300 Jahre alte Holzbau war nicht mehr nutzbar und wurde durch einen einfühlsamen Ersatzneubau ersetzt. Dieser bewahrt die charakteristische Gebäudestruktur und passt sie nur dort an, wo es technisch notwendig ist. Für dieses Projekt erhielt das Gebäude eine Anerkennung bei der Vorarlberger Holzbaukunst.

Holzhäuser alt und neu mit Schindeln
Esstisch, Raum mit Altholz und neuem Täfer
Holzhaus mit Schindeln und Schirm

Die drei Stufen Landwirtschaft hat lange Tradition in Schwarzenberg und mit ihr verbunden das Vorsäß. Durch den Rückgang an Landwirten in der Gemeinde stehen diese Gebäude jedoch immer öfter leer, was zu einer Verschlechterung der Bausubstanz führt. Auch im Fall des oberen Geißkopfes der Familie Oberhauser ist der fast 300-jährige Holzbau nicht mehr benutzbar.

Um die charakteristische Gebäudestruktur am Geißkopf weiterhin zu erhalten, entschlossen sich die Bauherrschaft im Frühjahr 2018 dazu, dieses Gebäude einer neuen Nutzung zuzuführen und dadurch den Erhalt zu sichern. Der Ersatzneubau nimmt sich den alten Werten des Gebäudes an und verändert es nur da, wo es notwendig ist. Neben der technischen Erneuerung der Bausubstanz wird die Erschließung ins Zentrum des Tennes gelegt und der Eingangsbereich vergrößert. Um die typische Lochfassade in ihren Abständen (sowohl vertikal als auch horizontal) zu erhalten, wurde auf eine Anpassung der Raumhöhen verzichtet. Um den Typus des Bregenzerwälderhauses zu erhalten, wird das Vorderhaus geschindelt und der Stalltrakt mit einem vertikalen Holzschirm verkleidet.

Der Innenbereich ist komplett in Holz gehalten, teils aus neuem Tannentäfer, teils wurden aus den alten Böden und Strickwänden Täfer gesägt und wiederverwendet. Dadurch konnte die über 300 Jahre alte Seele des Gebäudes erhalten bleiben. Kombiniert mit schlichter, moderner Bregenzerwälder Holzbauarchitektur entstand so ein zeitgemäßes Gebäude, das sich unaufdringlich in das alte Gefüge einbettet. Für dieses gelungene Zusammenspiel aus Tradition und zeitgenössischer Architektur wurde das Projekt mit einer Anerkennung bei der Vorarlberger Holzbaukunst ausgezeichnet.

AUFTRAGGEBER:INNEN:
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MITARBEIT:
Architekten
Handwerker

LEISTUNG:
Entwickeln,Entwerfen
Bauherr: Julius Häusler

CREDITS:
Projektdauer: 2018-2020
Bauherr: Julius Häusler

FOTOS:
Projektdauer: 2018-2020
Bauherr: Julius Häusler